Ein sicherer Raum für Mädchen – meine Erfahrung und warum diese Arbeit so wertvoll ist
- 3. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Ich erinnere mich noch so gut an meine erste Mädchen-Yoga-Einheit.
Das ist jetzt 18 Jahre her.

Ich habe damals in einem großen Yogastudio in Graz unterrichtet. Dann fiel die Leiterin eines Mädchenkurses aus. Und weil ich die Einzige ohne Kinder war und „immer Zeit hatte“, wurde ich gefragt, ob ich einspringen kann.
Ich war nervös. Wirklich nervös.
Ich hatte Erfahrung mit Kinder-Yoga, Erwachsenen-Yoga, sogar Senioren-Yoga – aber diese besondere Übergangsphase vom Mädchen zur Frau… die kannte ich noch nicht.
Ich weiß bis heute nicht, wer aufgeregter war – ich oder die Mädchen...
Mädchen begleiten in einer sensiblen Übergangsphase

Also habe ich intuitiv aufgebaut, was ich kannte: einen sicheren Raum für Mädchen.
Eine Mitte.
Farben.
Einen Redestab.
Karten zum Ziehen.
Und etwas Magisches ist passiert.
Ganz langsam haben sich die Mädchen geöffnet. Sie haben Vertrauen gefasst.
Sie haben begonnen, sich zu zeigen – echt, ehrlich, verletzlich.
Yoga für Mädchen & emotionale Begleitung im Mädchenkreis
Aus einer 60-Minuten-Einheit wurden 90 Minuten, weil wir einfach mehr Zeit gebraucht haben.
Wir haben gesprochen. Zugehört. Gefühlt.
Wir haben mit starken Emotionen gearbeitet, die in diesem Alter so präsent sind.
Wir haben Yogaübungen für genau diese Phasen gemacht.
Den Zyklus behutsam einbezogen – ein wichtiger Teil in der Begleitung von Mädchen in der Pubertät.
Ich habe ihnen kleine Tools mitgegeben:
für Momente der Überforderung, für das Regulieren von Gefühlen, für den Zugang zu sich selbst.
Wir haben getanzt, gespielt, Rollen gewechselt, gemalt.
Und vor allem: einen Raum geschaffen, in dem alles da sein durfte – ganz so, wie es auch in einem Mädchenkreis sein darf.
Warum Mädchen in der Pubertät Begleitung brauchen

Vielleicht kennst du dieses Gefühl:
Dass junge Menschen – gerade in dieser sensiblen Übergangsphase –
etwas brauchen, das über Worte hinausgeht.
Einen Raum.
Echte Begegnung.
Jemanden, der da ist, ohne zu bewerten.
Denn gerade in dieser Zeit suchen Mädchen oft nach Orientierung.
Nicht immer bei den Eltern – sondern bei Menschen, die ihnen auf Augenhöhe begegnen.
Mädchenkreise leiten – eine Erfahrung, die bleibt
Viele dieser Mädchen habe ich über Jahre begleitet – manche bis ins Erwachsenenalter. Einige sind später selbst den Weg gegangen und haben die Kinder-Yoga-Lehrer-Ausbildung gemacht oder selbst begonnen, Mädchenkreise zu leiten.
Und mit manchen bin ich heute, nach 15 Jahren, noch immer in Verbindung.
Wenn ich heute zurückblicke, denke ich mir:
Was für eine Tiefe.
Was für eine Reise.
Was für ein Geschenk.
Mädchen begleiten lernen – vielleicht ist das dein Weg
Stell dir vor, du wärst so eine Begleiterin.
So ein sicherer Raum.
So ein Vorbild.
Wenn dich das ruft und du lernen möchtest, Mädchen achtsam zu begleiten oder selbst einen Mädchenkreis zu leiten, dann schau dir gerne unsere Mädchenkreisleiter-Ausbildung an.
Denn es wäre so schön, wenn immer mehr Frauen junge Mädchen in dieser besonderen Phase begleiten – und ich teile mein Wissen und meine Erfahrung von Herzen gerne mit dir.












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